Humanitäre Hilfeleistung Moskow 1992
Reinigungsaktion Rhein "Krokus 99"
G8-Gipfel Köln 1999

1991

5. bis 6. Januar 1991 Im Rahmen der AUTOMAPOSTA ´91, einer Briefmarkenausstellung, wird eine Sonderausstellung unter dem Motto „Retten – Bergen – Helfen“ gezeigt. Aus diesem Anlass richtet die Deutsche Bundespost im Katastrophenschutzzentrum ein Sonderpostamt ein und führt einen Sonderstempel.

1992

10. Februar 1992 Im Rahmen der humanitären Hilfeleistung transportieren die OV Bergisch Gladbach und Leverkusen in einem Lastwagenkonvoi Hilfsgüter nach Moskau.

24. März bis 3. April 1992 In einem weiteren Hilfsgütertransport werden 250 Kubikmeter Material im Wert von 600.000 DM durch die OV Bergisch Gladbach und Leverkusen nach  Moskau transportiert. Ohne Probleme werden die Spenden an 20 verschiedenen Stellen verteilt. Alle Helfer kommen wohlbehalten wieder in Leverkusen an. Unter ihnen sind vom OV Leverkusen Rainer Banse, Reiner Evertz, Dieter Kiedels, Karl Küster, Detlef Metzmacher, Reiner Mühling, Klaus Pesch und Geschäftsführer Hans Regul.

24. April 1992 In der 20jährigen Geschichte der Rheinufersäuberung wird bei der Übung „Krokus 92“ der Abfall für eine mögliche Wiederverwertung sortiert. In dreizehn Gruppen sind 330 THW-Helfer zwischen dem Bayerwerk und der Rheinfähre Leverkusen-Hitdorf / Köln-Langel im Einsatz. 60 Tonnen Unrat und 90 Autoreifen werden gesammelt und fachgerecht entsorgt.

1. bis 2. August 1992 Während einer Briefmarkenausstellung präsentiert sich das THW. Das Sonderpostamt führt zwei Sonderstempel, einer zeigt in der bildlichen Darstellung die Medaille für den Auslandseinsatz.

1993

Weihnachten / Jahreswechsel 1993/1994 Starke Regenfälle und schnell steigende Wasserstände an Saar, Mosel, Neckar und Lahn führen auch zum Ansteigen des Rheins. In Köln erreicht am 24. Dezember 1993 der Pegel 10,63 Meter. 1926 waren 10,69 Meter gemessen worden. Aus NRW sind 41 OV im Dauereinsatz, darunter auch der OV Leverkusen.

1995

Im Rahmen der Dislozierung werden die OV Leverkusen und Burscheid fusioniert. Nach dem Neukonzept wird in verschiedenen Fachdiensten wie der Kommunikation und Versorgung eine Bereichsausbildung organisiert.

Der OV ist in zahlreichen Einsätzen tätig: In der Heimat bei Unwettern, dem Rhein- und Oderhochwasser, international bei Hilfseinsätzen in Russland, dem Sudan, in Somalia und in Ruanda. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage des OV ist in Afrika im Einsatz.

Die Unterkunft des OV ist als logistisches Zentrum Ausgangspunkt für zahlreiche Hilfs- und Katastropheneinsätze.

1998

Die THO besteht 25 Jahre. Sie war 1973 von zehn Helfern des OV Opladen gegründet worden. Die THO unterstützt den OV bei der Beschaffung von  Ausrüstungsgegenständen, die nicht in der StAN ausgewiesen sind. Die von der THO initiierte Rettungshundestaffel besteht bereits 20 Jahre.

24. bis 27. September 1998 Im Aquila-Teich, Leverkusen-Küppersteg, ist der Nitratanteil zu hoch und für die Fische lebensbedrohlich. THW-Helfer der OV Bergheim, Bonn-Beuel, Leverkusen, Siegburg und Waldbröl pumpen den Teich fast leer. Über 150 Meter Schlauchleitungen geht bei einer Pumpleistung von 6 Kubikmetern pro Minute das Wasser in das Kanalnetz. Mitglieder des Anglervereins Bayer e.V. bringen den Fischbestand in den Eisholzteich.

31. Oktober bis 4. November 1998 Der OV ist beim Hochwassereinsatz in Niederkassel bei Bonn und in Köln mit 52 Helfern und 10 Kraftfahrzeugen im Einsatz. Die Fachgruppe Logistik stellt die Versorgung von 150 Helfern sicher. In Köln steht der Rheinpegel bei 8,30 Meter, bei 8,40 Meter steht der Rhein an der Unterkante der Schutzwände, ab 10,01 Meter werden die Schutzwände und die Altstadt überflutet. Am 2. November hat der Pegel einen Stand von 9,70 Meter. Auch die Leverkusener Stadtteile Bürrig, Rheindorf und Hitdorf sind gefährdet. Am 4. November fällt der Wasserstand.

5. Dezember 1998 Nach langen Verhandlungen verkauft die Stadt Leverkusen das Katastrophenschutzzentrum an das THW. Der OV ist nun in einer Bundesunterkunft zuhause und der THW-Standort Leverkusen langfristig gesichert. Die Zeit von Unterkünften in verschiedenen Stadtteilen ist zu Ende.

17. Dezember 1998 Manche Einsätze erledigen sich von selbst: Am Abend wird die Fachgruppe Ortung von der Feuerwehr Odenthal alarmiert. Eine Person wird in der Nähe des Altenberger Doms vermisst. Feuerwehr, Polizei und THW suchen mit  Rettungshunden nach dem Vermissten. Während der Einsatzvorbereitung wird unweit der Unterkunft Schlangenhecke ein Mann entdeckt, der einen verwirrten Eindruck macht, und der Polizei übergeben wird. Schon bald ist klar, dass es sich bei diesem Mann um den Vermissten handelt. Für elf Helfer und acht  Rettungshunde ist der Einsatz damit beendet.

1999

8. Mai 1999 Bei der Rheinufersäuberung werden im Rahmen der Übung „Krokus 99“  zwischen Bayerwerk und Fähre Leverkusen-Hitdorf / Köln-Langel 100 Tonnen Abfall gesammelt. 207 THW-Helfer und 30 Junghelfer sind mit fünf Radladern und weiteren THW-Kfz bis zum Anbruch der Dunkelheit im Einsatz.

3. bis 4. Juni, 10. Juni sowie 16. bis 20. Juni 1999 

Bereits beim Treffen des Europäischen Rates, dem Außenministertreffen der EU und beim G-8-Gipfel in Köln versorgt das THW die Einsatzkräfte der Polizei, die Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes und des Bundespresseamtes. Unter Leitung der Feldköche Werner Ruhnau und Bernd Götte bereiten 40 Helferinnen und Helfer des OV Leverkusen auch beim Weltwirtschaftsgipfel täglich 6.000 Portionen zu, die an verschiedenen Verpflegungspunkten wie dem Rheinauhafen und am Konrad-Adenauer-Flughafen ausgeteilt werden. Unterstützt werden die Kräfte aus Leverkusen von Helfern der Kölner Ortsverbände sowie der Ortsverbände Bonn, Gummersbach, Hückeswagen, Mönchengladbach, Oberhausen, Siegen und Waldbröl. Den Wareneinkauf organisiert der OV Leverkusen. In der Großküche der Unterkunft an der Schlangenhecke wird rund um die Uhr die Verpflegung vorbereitet. In der Unterkunft übernachten auch die auswärtigen Helferinnen und Helfer. Am 20. Juni besuchen Bundesinnenminister Otto Schily und der Landesbeauftragte des THW für NRW, Dr. Hans-Ingo Schliwienski, den  Verpflegungspunkt im Rheinauhafen. Ferner sind für die Sicherstellung der  Infrastruktur, z. B. der Notversorgung mit Strom und Wasser, Helfer technischer Fachdienste des THW eingesetzt.

Sommer 1999 Zum schweren Erdbeben in der Türkei entsendet der OV drei Helfer und einen Rettungshund in das Einsatzgebiet. Sechs Tage unterstützt das Team um Mike Küster die Suche nach Verschütteten.

1. bis 3. Oktober 1999 In Leverkusen wird die Rettungshundeprüfung des THW durchgeführt.

6. November 1999 Bei der Übung „Gleis 99“ wirken Deutsche Bahn, Feuerwehr, THW, DRK und MHD bei einem angenommenen Eisenbahnunglück auf dem Gelände des Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn in Leverkusen-Opladen zusammen. 175 Helfer sind im Einsatz, um bei einem Eisenbahnunglück in Leverkusen zu helfen. Mehrere Löschzüge und über 80 Rettungswagen fahren nach dem Alarm zur Unglücksstelle. Die Oberleitung wird abgeschaltet und die Rettungsarbeiten können beginnen. Schiedsrichter beobachten das Geschehen und registrieren jeden Fehler.

29. Dezember 1999 Große Teile unseres Nachbarlandes Frankreich werden von einem schweren Sturm  heimgesucht. Zwei Millionen Menschen sind ohne Strom. 500 Helfer des THW werden nach Frankreich in Marsch gesetzt und reparieren das Stromnetz, unter ihnen ist auch Peter Hilgers vom OV Leverkusen. Die Unterkunft dient als Bereitstellungsraum, das THW Leverkusen organisiert den An- und Abmarsch der Helfer nach Frankreich, wozu auch Notstromaggregate mit einer Gesamtleistung von 475 kVA und 50 Notstromaggregate mit je 5 kVA gehören. Durch die Fachgruppe Logistik – unterstützt von Helfern benachbarter OV's – erfolgt die Versorgung der Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum.

31. Dezember 1999 An der Schwelle zum neuen Millennium stehen die Helfer des THW Leverkusen in der Unterkunft unter erhöhter Einsatzbereitschaft, um bei Problemen sofort eingreifen zu können. Im übrigen stoßen sie auf das neue Jahrtausend mit Cola an.