Düsseldorf, 14.05.2016, von D.Hoyn

Große Übung mit der Feuerwehr, DRK und DLRG

Explosion in einem Metallbetrieb: die Ursache unbekannt. Das THW Leverkusen, DRK Leichlingen und die freiwillige Feuerwehr Opladen machen sich vom THW Gelände auf dem Weg Richtung Düsseldorf. Vor Ort eine unübersichtliche Lage. Schreie und Hilferufe hallen über das Einsatzgebiet.

Die Schreie kamen von den Kollegen des DLRG Leichlingen, welche verletzte Personen darstellten (sogenannte Mimen). Es handelt sich um eine großangelegte Übung um das Miteinander zu trainieren und die eigenen Einsatztaktiken zu festigen.

Die verschiedenen Trupps aller Organisationen fangen sofort an zu arbeiten. Fahrzeuge werden richtig positioniert, Schläuche ausgerollt, eine Patientenübergabe vorbereitet und Sicherungsgurte angelegt. Die Rettung der Personen muss koordiniert werden, die Führungskräfte der Organisationen sprechen sich ab, wer übernimmt welche Aufgaben? Der erste Trupp spricht die am Fenster stehenden Personen an, es geht darum diese zu beruhigen und Informationen zu erfragen. Der zweite Trupp bereitet sich darauf vor das Gebäude zu betreten. Während sich ein erstes Bild abzeichnet wie es in den oberen Etagen aussieht, weiß noch keiner wie es im unteren Teil des Gebäudes aussieht. Sind Gefahrstoffe in der Luft? Die Erkundungstrupps von Feuerwehr und THW betreten das Gebäude. Es besteht keine offensichtliche Einsturzgefahr. Lage erkunden, verletzte Personen suchen und versorgen steht für die ersten Trupps an. Auf einmal gibt es eine weitere Explosion, alle haben unverzüglich das Gebäude zu verlassen, Rauch breitet sich aus. Die Feuerwehr rückt vor. Betroffen ist das Nebengebäude.

Was in der Beschreibung chaotisch klingt, hat dennoch System und ohne dieses wäre es nicht gelungen zügig das Gebäude zu erkunden und so zeitnah zu den ersten Verletzten zu gelangen. Dort ging es um die Patientenversorgung und –betreuung, sowie die Befreiung der Eingeklemmten. Parallel wurde die Rettung der Personen vorbereitet. Wer gut zu Fuß war, wurde begleitet, bei den anderen mussten eine andere Rettungsmethode gewählt werden. In diesem Fall der sogenannte Leiterhebel, eine sehr rückenschonende Methode. So konnten alle neun Personen sicher gerettet werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte noch eine zweite Übung. In einem Nachbargebäude wurde trotz der Notsituation ein Fahrstuhl genutzt, dieser ist blieb, mit einer unbekannten Anzahl an Personen stecken. Auch hier, Anfahrt, Vorgehen besprechen und parallel vorbereiten, Lage erkunden, Patienten betreuen, Rettungsmaßnahmen einleiten. Es handelte sich um einen schweren Lastenaufzug, deswegen musste zur Befreiung der Personen schweres Gerät genutzt werden. U.a. kam der Plasmaschneider der 2. Bergungsgruppe Typ B („schwere Bergung“) des THWs zum Einsatz. Insgesamt wurden hier fünf Personen aus dem Aufzug gerettet und vier Personen aus anderen Gebäudeteilen.

Vielen Dank noch einmal an alle Kameradinnen und Kameraden für die tolle Übung!


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