31.07.2021

THW OV Leverkusen stellt Bereitstellungsraum für Sanitätsdienst nach Explosion Chempark Leverkusen

Am 27.07.2021 um 9:38 Uhr explodierte ein Tank in einem Lösungsmittel-Tanklager bei der Sondermüllverbrennungsanlage des Chempark Leverkusen im Ortsteil Bürig. Die Bevölkerung wurde über die Warnapp NINA und Sirenen gewarnt. Als Verhaltensmaßnahme wurde geraten, Fenster und Türen zu schließen und möglichst im Hause zu bleiben.

Die Berufsfeuerwehr Leverkusen alarmierte das THW Leverkusen über den Ortsauftragten mit dem Auftrag, einen Bereitstellungsraum für Kräfte des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einzurichten.

Parallel hierzu wurde ein Fachberater des Ortsverbandes über die Leitstelle der Berufsfeuerwehr zum Führungsstab der Einsatzleitung alarmiert.
 
Der Zugtrupp des Technischen Zuges und Angehörige des OV-Stabes wurden über den Ortsbeauftragten in die Unterkunft beordert. Sie richteten im Unterkunftsgelände Schlangenhecke einen Meldekopf ein. Gegen 11 Uhr konnte der Führungstrupp des Malteser Hilfsdienstes  mit seinen Einsatzkräften den Bereitstellungsraum Schlangenhecke beziehen. Auf Anfrage des MHD wurden zusätzliche Helferinnen und Helfer der FGr Logistik arlamiert, um die Einsatzkräfte des MHD bei der Verpflegung in unserer Kantine zu unterstützen.

Nach und nach füllten sich die Stellmöglichkeiten vor und hinter dem Gebäude der Unterkunft. Die Führungsstelle des MHD informierte unseren Meldekopf regelmäßig über die aktuelle Lage.

Am Nachmittag entspannte sich die Lage am Unglückort leicht. Das Großfeuer war in Gewalt. Der Bereitstellungsraum konnte gegen 17:30 Uhr wieder aufgelöst werden. Die Einsatzkräfte rückten  mit ihren Fahrzeugen ab.

Über die Sirenen und die Warnapp NINA wurde der Bevölkerung Entwarnung signalisiert.

Im weiteren Verlauf wurden von der Berufsfeuerwehr Leverkusen zusätzliche THW-Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) aus benachbarten Ortsverbänden angefordert mit der Aufgabe, die Ünglücksstelle auszuleuchten.

Hierzu wurden am 27. und 28.07.2021 drei FGr N mit zusätzlichen Helfern der Bergung und am 28. und 29.07.2021 zwei FGr N eingesetzt.
 
Derzeit wird noch geprüft, ob bei dem Brand gesundheitsgefährdende Stoffe in Umwelt und Umgebung gelangt sind.

Das Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) sowie Messkomponenten der Berufsfeuerwehr und des Betreibers der Sondermüllverbrennungsanlage nahmen Proben, die analysiert wurden. Weiter gilt die Vorsorgemaßnahme, dass Anwohner Rußpartikel nicht berühren oder in ihre Häuser verschleppen sollen sowie keine Gartenerzeugnisse nutzen sollen. Bis zum Abend des 28.07.2021 wurden keine Luftbelastungen festgestellt.

Text und Bilder: Roland Wegner, BÖH THW OV Leverkusen


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